Notwendig wie immer: Virenscanner

Die Bundespolizei vergleicht: AVAST ist kostenlos und brauchbar:

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Virenscanner Test - Vergleich der besten Antivirenprogramme 2019

12. Juli 2019 von , IT-Sicherheitsexperte
Virenscanner TestEs gibt Milliarden von Viren, Würmern und Trojanern (kurz Malware). Und jeden Tag werden knapp 400.000 neue Schadprogramme registriert. Virenscanner sind der erste und beste Weg, um sich zu schützen. Was vielen Usern jedoch die Schweißperlen auf die Stirn treibt, ist die Auswahl der richtigen Security-Software, denn die Produktvielfalt auf dem Markt ist mindestens ebenso groß wie die Anzahl der Features, die jedes einzelne Produkt aufweist. Es gibt inzwischen zahlreiche kostenlose und kostenpflichtige Virenscanner. Welcher Virenscanner schützt am besten? Reicht ein kostenloser Virenscanner aus?

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen die besten Antivirenprogramme vor - unter anderem in Form einer Rangliste. Wir sind bestrebt, die Virenscanner möglichst objektiv zu bewerten. Zur Bewertung ziehen wir des Sicherheitsunternehmens AV-Comparatives heran (Real World Protection Test: Juli 2018 - Mai 2019). AV-Comparatives ist ein weltweit anerkanntes Testlabor, das sich auf Virenscanner-Tests spezialisiert. Die Erkennungsrate in den letzten 11 Monaten lag zwischen 98,4 und 99,9 Prozent. Ein Antivirenprogramm das eine Erkennungsleistung von „lediglich“ 98,4 Prozent hat, verpasst bis zu 6.400 Schädlinge täglich.

Gute Antiviren-Software gibt es bereits ab 50 Euro, bei einer Updatenutzung von einem Jahr nach der Installation. Ein angemessener Preis dafür, dass der Computer in Echtzeit geschützt wird. Kostenlose Virenscanner sind ein vertretbarer Kompromiss, bieten jedoch etwas weniger Schutzfunktionen.

Virenscanner Rangliste - Welcher Virenscanner schützt am besten?

Die nachfolgende Virenscanner Rangliste soll Ihnen einen schnellen Überblick über die Ausstattung, Performance und Schutzleistung der bekanntesten Antivirenprogramme verschaffen. In den beiden Bewertungs-Disziplinen Schutz und Software können die Virenscanner maximal 10 Punkte erreichen.

Platz Virenscanner Schutz Soft­ware Gesamt Sortieren Preis
1
Bitdefender Internet Security 2020 10,0 9,5 19,5 59,99 Euro
2
Kaspersky Internet Security 2019 9,5 9,0 18,5 59,95 Euro
3
Symantec Norton Security 8,0 9,0 17,0 29,99 Euro
4
ESET Internet Security 7,5 8,5 16,0 34,95 Euro
4
McAfee Internet Security 7,5 8,5 16,0 59,95 Euro
6
Avira Antivirus Pro 9,5 6,0 15,5 44,95 Euro
7
Avast Free Antivirus 8,5 7,0 15,5 Kosten­los
7
AVG Anti-Virus Free 8,5 7,0 15,5 Kosten­los
9
Emsisoft Anti-Malware Home 7,5 7,5 15,0 29,99 Euro
10
Panda Free Antivirus 6,5 8,0 14,5 Kosten­los
11
F-Secure SAFE 7,5 6,0 13,5 49,90 Euro
11
Trend Micro Internet Security 7,0 6,5 13,5 49,95 Euro
13
Microsoft Windows Defender 5,0 4,5 9,5 Kosten­los
Der Windows Defender weist eine überdurchschnittliche Quote an .

Schutzwirkung der Antivirenprogramme

Die Schutzwirkung setzt sich zusammen aus der „Erkennungsrate“ und der Anzahl „False Positives“. Einen 100-Prozentigen Virenschutz gibt es nicht. Und wird es auch nie geben! Kein Betriebssystem und kein Antivirenprogramm kann Ihnen den “totalen” Schutz bieten. Selbst der Virenscanner, der in aktuellen Virenscanner Tests mit einer Top-Erkennungsrate glänzt, kann Schädlinge übersehen.

≥ 9,5 = sehr gut; ≤ 9,5 = gut; ≤ 7,0 = befriedigend; ≤ 5,0 = mangelhaft

Ausstattung der Antiviren-Pakete

Auch wenn sich die vorgestellten Softwarelösungen in vielen zentralen Punkten gleichen, so unterscheiden sie sich nicht nur anhand des Preises, sondern auch im Hinblick auf ihren Funktionsumfang. Aktuelle Antivirus-Programme bieten eine breite Palette an Funktionen, wobei manche Antivirenprogramme in bestimmten Bereichen mehr glänzen als in anderen. Über den Sinn einiger Schutzfunktionen lässt sich streiten.

Nachfolgend die wichtigsten Funktionen:

Panda Security Logo Trend Micro Logo
Avast Free AVG Free Avira Bitdefender Emsisoft Eset F-Secure Kaspersky McAfee Microsoft Norton Panda Free Trend Micro
Firewall
Schutz vor Phishing
Schutz vor E-Mails
Kinderschutz
Rettungs-CD
Sichere-Bezahlung
Update-Manager

Einige Virenscanner bremsen stark

Antivirenprogramme laufen permanent im Hintergrund - so dass sie bei einem Virusbefall sofort eingreifen können. Dabei bremst der Virenscanner den PC automatisch aus. Wie sehr ein Virenscanner die Performance beeinflusst, variiert von Hersteller zu Hersteller sehr stark.

Während zum Beispiel AVG, Bitdefender, Eset und Kaspersky ihren Dienst unauffällig im Hintergrund verrichteten, sorgen andere Virenscanner für erhebliche Verzögerungen. Der größte Verlierer in dieser Disziplin ist der Windows Defender. Der Virenscanner kostet am meisten Performance. Vor allem beim Start von gängigen Programmen und beim Kopieren von Dateien muss man mit Geschwindigkeitseinbußen rechnen.

Bitdefender überzeugt mit einem großartigen Gesamtpaket

Mit einer Top-Virenschutzrate landet die Bitdefender Internet Security Suite auf Platz 1. Etwas weniger, aber trotzdem guten Schutz bieten die Antivirenprogramme Kaspersky Internet Security und Avira Antivirus Pro.

Der Windows Defender wird zwar immer besser, doch leider löst der Virenschutz sehr viele Fehlalarme aus. Allein in den letzten beiden Tests des Virenschutz-Instituts AV-Comparatives löste der Virenschutz 108 Fehlalarme aus. Zum Vergleich: Der Tesieger Bitdefender löste nur 2 Fehlalarme aus. Kaspersky schaffte es sogar ohne Fehlalarm durch die Tests.

Bester Virenscanner: Bitdefender Internet Security 2020

Bitdefender ist der beste Virenscanner in unserem Test
Bitdefender Internet Security
Die Bitdefender Internet Security 2020 ist das derzeit beste Antivirenprogramm. In zahlreichen Virenscanner Tests bot Bitdefender in den vergangenen 36 Monaten den besten Virenschutz. Unter anderem in den nachfolgenden Tests sicherte sich der Virenscanner einen Testsieg: CHIP (Ausgabe 04/2019), Stiftung Warentest (Ausgabe 03/2019), ComputerBild (Ausgabe 04/2019), PC-Welt (Ausgabe 03/2019), AV-TEST (08/2018), AV-Comparatives (08/2018).

Aktuell verkauft Bitdefender eine 5 Jahres-Edition für einmalig 89,99 Euro (17,99 Euro/Jahr). Die 5-Jahres Edition enthält keine Firewall. Da Windows jedoch bereits von Haus aus eine Firewall integriert hat, ist eine zusätzliche Firewall nicht unbedingt erforderlich.

Die Internet Security entfernt Viren automatisch, wehrt Hacker-Angriffe ab, schützt persönlichen Daten, stoppt unerwünschte Werbe-E-Mails und verbessert die Online-Produktivität. Selbst des sensiblen Themas WLAN nimmt sich die Sicherheitssoftware an. Sie überwacht das kabellose Netzwerk und sperrt unerwünschte Besucher aus. Sie müssen nichts konfigurieren. Alle Sicherheitseinstellungen werden automatisch vorgenommen. Auch erscheinen keine aufdringlichen Nachrichten, Warnungen oder sonstige Pop-ups.

Wird die Bitdefender-Benutzeroberfläche aufgerufen, so bietet sich dem Anwender eine sehr gut strukturierte und aufgeräumte Konsole, die jedem eine intuitive Bedienung des Produktes ermöglicht. Der Bitdefender Autopilot macht Ihre Sicherheit noch einfacher. Intelligente Benutzerprofile erkennen, ob Sie arbeiten, spielen oder Filme schauen. Die Ein-Klick Optimierung sorgt für noch bessere Leistung und schafft zusätzlichen Speicherplatz.
Hauptmenü
Hauptmenü
Sicherheitsfunktionen
Funktionen
VPN
VPN-Funktion
Bitdefender Privatsphäre
Privatsphäre
Bitdefender Einstellungen
Einstellungen
Mit der Bitdefender-Version 2020 wurde der Schutz gegen Erpresser-Trojanern deutlich ausgebaut. Bitdefender 2020 blockiert selbst neueste Erpresser-Trojaner. Sehr nützlich ist auch die Safepay-Funktion: Gerade beim Online Banking ist Sicherheit ganz besonders wichtig. Hat ein Dritter unerlaubten Zugriff auf Ihr Konto, kann er über Ihr Geld verfügen. Das wollen Sie natürlich unbedingt verhindern. Wenn Sie Bank-, oder Warenkorbseiten öffnen, öffnet die brandneue Safepay-Funktion automatisch einen sicheren Browser. Dadurch können Sie einkaufen und finanzielle Transaktionen sicher abschließen.

Über die vom User zu konfigurierende Kindersicherung bestimmt der Nutzer, welche Inhalte im Netz für seinen Nachwuchs zugänglich sind und welche nicht. Je nach Benutzerkonto beschränken Sie den Zugang auf eventuell gefährliche Internetseiten und legen eine erlaube Computer- und Internetzeit fest.

Alle kostenpflichtigen Bitdefender-Produkte sind mit einer VPN-Funktion ausgestattet (200 MB pro Tag). Ein VPN verschlüsselt die komplette Internetverbindung. So surfen Sie sicher in öffentlichen WLAN-Zonen (Wifi-Hotspots). Eine VPN-Flatrate erhalten Sie bei Bitdefender für 29,99 Euro pro Jahr. Ein guter Preis. Bekannte VPN-Provider (NordVPN und Co) verlangen zwischen 60 und 100 Euro pro Jahr.

In unserem Ranking bekommt die Bitdefender-Software einen halben Punkt Abzug in der Disziplin Systemauslastung (Testkategorie: Software). Zwar verursacht die Bitdefender-Software nur eine geringe Systemauslastung, jedoch schneiden u.a. Eset und AVG im aktuellen Performance-Test von AV-Comparatives (April 2019) etwas besser ab. Den geringen Performance-Unterschied dürften Nutzer aber kaum bemerken.

Liest man regelmäßig die Testergebnisse zahlreicher Testlabore, stellt man sehr schnell fest, dass die Virenschutz-Leistung der meisten Antivirenprodukte ständig variiert. Bitdefender dagegen schneidet konstant gut ab.
Die geringe Systemauslastung im laufenden Betrieb, kombiniert mit einer ausgezeichneten Virenerkennungsrate und einer einfachen Bedienung, machen die Bitdefender Internet Security zum derzeit besten Virenscanner. Eine sehr gute Antivirenlösung, sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene Computernutzer. Mit der Standard-Lizenz können Sie bis zu 3 Windows-Geräte schützen. Möchten Sie die Internet Security mit weiteren Windows-Geräten nutzen, steht Ihnen eine 5 und 10 Geräte-Lizenz zur Verfügung. Alternativ gibt es die Total Security Multi-Device 2019 für bis zu 5 Geräte (Windows, Android, iOS, MAC). Wenn Ihre Familie mehrere Computer besitzt, lohnt sich der Kauf des Bitdefender Family Packs 2019, weil Sie damit beliebig viele Geräte (Windows, Android, iOS, MAC) absichern können.

Der Zweitplatzierte: Kaspersky Internet Security 2019

Kaspersksy ist der zweitplatzierte im Test
Kaspersky Internet Security
Auch der Zweitplatzierte, die Kaspersky Internet Security 2019 (Link: https://www.kaspersky.de/internet-security), kann in aktuellen Tests überzeugen. Der russischer Sicherheitsspezialist hat Mitte 2018 eine neue Version der beliebten Internet Security auf den Markt gebracht. Die Viren-Erkennung und Entfernung funktioniert sehr gut. Kaspersky sorgt für einen umfassenden Schutz. Der Rechner wird sowohl vor Spy-, als auch vor Malware geschützt. Internet-Traffic und E-Mails werden genauso zuverlässig gescannt und überwacht, wie die Kommunikation über Instant Messenger.

Neben allgemeinen Verbesserungen bei der Virenerkennung (insbesondere beim Schutz vor Ransomware) bietet das Programm kleinere Neuerungen: In einem öffentlichen / schlecht gesicherten WLAN warnt das Programm den Anwender nun und bietet eine im Security-Paket enthaltene VPN-Verbindung an. Ausgehende und eingehende Daten werden dann automatisch verschlüsselt. Die Grenze liegt bei 200 MB Traffic pro Tag. Wer mehr will, muss zusätzlich Geld ausgeben - für 5 Euro gibt es eine Monats-Flatrate. Der Webcam-Schutz überwacht nun auch das Mikrofon des Rechners. Neu in der Android-Version ist die App-Lock-Funktion, mit der man sensible Apps mit einem Sperrcode schützen kann.
Kaspersky Benutzeroberfläche
Hauptmenü
Kaspersky Update
Updater
Kaspersky Tools
Tools
Kaspersky VPN
VPN
Die aktualisierte Benutzeroberfläche macht das Antivirenprogramm noch leichter in der Bedienung, als die vorherige Version. Zahlreiche Zusatzfunktionen, wie beispielsweise die Zwei-Wege-Firewall oder das erweiterte Schutzmodul für Online-Banking, runden den Funktionsumfang ab.
  • Software Updater - zur automatischen Installation von Software-Updates.
  • Webcam-Schutz.
  • Browser-Erweiterung gegen Datensammler.
  • Sicherer Zahlungsverkehr.

Kaspersky Internet Security 2019 Testergebnisse:
Eigenschaft Testergebnis
Schutz: 9,5
Firewall: Ja
Schutz vor Phishing: Ja
Schutz vor E-Mails: Ja
Kinderschutz: Nein
Rettungs-CD: Ja
Sichere-Bezahlung: Ja
Update-Manager: Ja
Preis: 59,95 Euro
Sonstiges:
  • Einfache Bedienung
  • Geringe Systembelastung

Erneut schlechte Noten für Microsofts Virenscanner

Windows Defender Security Center
Windows Defender Security Center
In den vergangenen Monaten hat Microsoft den bordeigenen Virenscanner stetig verbessert. Inzwischen erweist sich der Windows Defender eigentlich als guter Virenschutz. Zu einem vorderen Platz im Ranking reicht es dennoch nicht. Denn: In der Testkategorie "False-Positives" (Fehlalarme) fährt er (mit Abstand) das schlechteste Ergebnis aller Virenscanner ein - kein anderer Virenscanner liegt derart oft falsch. In den letzten beiden Tests des Testlabors AV-Comparatives löste der Virenscanner 108 Fehlalarme aus. Das führt zu einem Abzug in der Disziplin „Schutz“. Und auch in der Disziplin "Software" gibt es Abzüge. Weder die Ausstattung, noch die Performance ist erfreulich. Laut AV-Comparatives (April 2019) kostet der Microsoft Defender am meisten Performance.
Die aktuellen Testergebnisse des Windows Defenders sprechen für sich: Platz 5 (von 8) im Test der ComputerBild (04/2019). Platz 14 im Test der CHIP-Redaktion (04/2019). Der Windows Defenders erreicht damit lediglich die mageren Ergebnisse, wie sie bereits von diversen Testlaboren ermittelt wurden
Mit dem Herbst-Update 2017 hat Microsoft beim Sicherheitscenter nachgerüstet und schützt Ihre Daten endlich vor Erpressern. Erpresserviren sorgen seit einigen Jahren für viel Aufsehen. Diese heimtückische Art von Viren verschlüsselt sämtliche Dokumente und Bilder. Erst nach Zahlung eines Lösegeldes werden die Daten (eventuell) wieder freigegeben. Mit dem Windows "Fall Creators Update" hat Microsoft endlich eine Funktion eingeführt, die den Kriminellen das Leben schwerer machen soll. Im Windows Defender Security Center finden Sie jetzt die Option "Überwachter Ordnerzugriff". Mit dieser Funktion versucht Windows, Angriffe auf Ihren Dateien abzuwehren, die in den Verzeichnissen Dokumente, Bilder oder Desktop gespeichert sind. Die Verzeichnis-Liste können Sie jederzeit erweitern. Sie sollten die Option unbedingt aktivieren, wenn Sie den Virenscanner von Microsoft nutzen.

Microsoft Windows Defender Testergebnisse:
Eigenschaft Testergebnis
Schutz: 5,0
Firewall: Ja
Schutz vor Phishing: Nein
Schutz vor E-Mails: Nein
Kinderschutz: Nein
Rettungs-CD: Ja
Sichere-Bezahlung: Nein
Update-Manager: Nein
Preis: Kostenlos
Sonstiges:
  • Einfache Bedienung
  • Hohe Systembelastung
  • Viele Fehlalarme

Die beste kostenlose Antivirenlösung: Avast Free Antivirus

Avast Virenscanner
Avast Free Antivirus
Im Oktober vergangenen Jahres hat Avast die Version 2019 der kostenlosen Antiviren Software veröffentlicht (Link: https://www.avast.com/de-de/index). Wenn wir alle bisherigen Erfahrungen zusammenziehen, kommen wir nach wie vor zu dem Schluss, dass der kostenfreie Virenscanner Avast Free Antivirus in Praxistests immer noch die besten Ergebnisse - aller kostenfreien Virenscanner - erzielt. Während sich kostenlose Produkte anderer Hersteller teils derbe Aussetzer leisten. Sei es durch schlechte Malware-Erkennung, Abstürzen oder einer großen Systemauslastung.

Dank einer guten Erkennungsrate und einem geringen Ressourcenverbrauch ist der kostenlose Virenscanner eine gute Alternative zu kostenpflichtigen Antivirus-Programmen. Die einfach aufgebaute Bedienungsoberfläche beinhaltet einige wichtige Schutzfunktionen. Bekannte Viren, Würmer, Trojaner, Rootkits sowie Ad-/Spyware erkennt und beseitigt der Virenscanner recht zuversichtlich.
Eine Gelungene Antivirensoftware für Benutzer, die kein Geld für ein Antivirenprogramm ausgeben möchten und zumindest einen “Grundschutz” wünschen. Kein anderes kostenloses Programm bietet derzeit einen vergleichbaren Rundumschutz. Das Antivirus-Setup-Programm ist ‎6,35 MB groß und kann von der offiziellen Avast-Homepage heruntergeladen werden. Für ambitionierte Anwender hat die Software leider einen zu geringen Funktionsumfang.
Avast Installation
Installation
Avast Benutzeroberfläche
Übersicht
Avast Schutz
Schutz
Avast Einstellungen
Einstellungen
Avast Free Antivirus ist nutzbar auf allen Versionen des Betriebssystems Microsoft Windows seit Windows XP. Neben 1,5 GB freien Festplattenspeicher erfordert die Installation 256 MB RAM Arbeitsspeicher sowie eine CPU mit einer Taktrate von mindestens 1,4 GHz. Diese Voraussetzungen dürften grundsätzlich alle moderneren Systeme erfüllen.

Avast Free Antivirus Testergebnisse:
Eigenschaft Testergebnis
Schutz: 8,5
Firewall: Nein
Schutz vor Phishing: Nein
Schutz vor E-Mails: Nein
Kinderschutz: Nein
Rettungs-CD: Ja
Sichere-Bezahlung: Ja
Update-Manager: Nein
Preis: Kostenlos
Sonstiges:
  • Geringe Systembelastung
  • Nervende Werbe-Popups

Optimale Einstellungen - Avast Free Antivirus

Damit Avast Free Antivirus optimal funktioniert (Schutzleistung, Scan-Geschwindigkeit und System-Performance) können Sie hier unsere empfohlenen Einstellungen herunterladen. Die Konfigurationsdatei einfach entpacken und anschließend per Doppelklick in das Antivirenprogramm importieren. Voraussetzung: Avast Free Antivirus 17.x.

Avast Konfigurationsdatei importieren
Avast Konfiguration
Eigenschaften der Konfigurationsdatei:
  • Alle Heuristischen-Schutzmodule auf höchste Erkennungsstufe.
  • Optimierung der On-Demand Scan-Einstellungen.
  • PUP-Erkennung aktiviert.
  • Automatische Programmaktualisierung aktiviert.
  • Animation des Tray-Icons in der Task-Leiste deaktiviert.
  • Sounds deaktiviert.

Die restlichen Antivirus-Programme

ESET Internet Security

Der Virenscanner, für den die Firma ESET (https://www.eset.com/de/) bereits seit langer Zeit geschätzt wird, arbeitet grundsolide und schützt jedes System nicht nur zuverlässig, sondern auch mit einer erstaunlichen Ressourceneffizienz. Kernstück ist der intelligente Reputationsdienst »ESET Live Grid«, der dafür sorgt, dass Schadsoftwarefunde in Echtzeit in die Bedrohungsdatenbank aufgenommen werden.

Hinzu kommt ein intuitiv zu bedienendes User-Interface, das auch weniger erfahrene Nutzer nicht überfordert.
Eset Internet Security
Eset Scan
Eset Tools
Die ESET Internet Security hat allerdings noch mehr zu bieten als einen reinen Virenschutz. Zu den ebenfalls integrierten Standard-Sicherheitsoptionen gehören neben einer Kindersicherung und einem Anti-Spam-Modul auch eine Firewall, ein Spyware-Schutz sowie Anto-Theft- und Anti-Phishing-Module. Mit Hilfe der Anti-Diebstahlfunktion ist es beispielsweise möglich, ein gestohlenes Notebook anhand öffentlicher Wlan-Netze zu verfolgen, den Dieb per Webcam zu identifizieren oder diesem sogar eine Nachricht zukommen zu lassen.

Besonders interessant ist aber der hauseigene Browser, den die Firma ESET als Softwarebestandteil mitliefert. Dieser ist speziell abgesichert und schaltet sich immer dann automatisch ein, wenn Bank- oder Bezahlwebseiten aufgerufen werden. Durch die Verschlüsselung von Tastatureingaben schiebt dieses Feature Keyloggern einen Riegel vor. Ergänzt wird das Paket durch potente Spezialfunktionen wie eine automatische Schwachstellenprüfung des Systems, einen Exploit-Blocker sowie eine Botnet-Erkennung. Letztere verhindert die Remote-Steuerung durch Botnetze und macht die Übernahme und den Missbrauch des Systems durch Hacker unmöglich.

ESET Internet Security Testergebnisse:
Eigenschaft Testergebnis
Schutz: 7,5
Firewall: Ja
Schutz vor Phishing: Ja
Schutz vor E-Mails: Ja
Kinderschutz: Ja
Rettungs-CD: Ja
Sichere-Bezahlung: Nein
Update-Manager: Ja
Verfügbar für: Windows, Android, Linux, Mac
Preis: 34,95 Euro
Sonstiges:
  • Sehr geringe Systembelastung
  • Wenige Fehlalarme
  • Guter Netzwerkschutz
  • Schlechte Rettungs-CD

Symantec Norton Security

Das Softwarepaket aus dem Hause Norton (https://de.norton.com) ist der Klassiker unter den Security-Tools und setzt in seiner neuesten Auflage auf einen Dreiklang aus verschiedenen Säulen, die es Viren und Trojanern unmöglich machen sollen, in ein Gerät einzudringen. Die erste tragende Säule ist der intelligente Virenscanner, der sich dem Prinzip der Schwarmintelligenz bedient. Dies geschieht durch eine direkte Anbindung der Software an eine Online-Datenbank, die in Echtzeit mit neuen Informationen über neue Bedrohungen gefüttert wird. Die Software kann bereits bekannte Bedrohungen damit schnell anhand ihrer Signatur erkennen und unschädlich machen.

Um unbekannte Schädlinge zu identifizieren, bedient sich die Software einem Feature, das auf auffälliges Verhalten von Software reagiert und diese unmittelbar blockiert. Diese Daten werden schlussendlich in die Nortondatenbank übertragen, sodass davon wiederum andere Nutzer profitieren können.
Norton Hauptcenter
Norton Scan
Norton Schnellscan
Der zweite große Feature-Bereich betrifft die Abwehr von Phishing-Versuchen und Datendiebstahl. Neben der automatischen Blockade von dubiosen Webseiten durch den Browser-Schutz »Norton Safe Web« sorgt »Norton Identity Safe« dafür, dass Passwörter, Banking-PINS und Kreditkartennummern nicht in falsche Hände geraten und insbesondere Passwörter gut verschlüsselt in der Cloud gespeichert werden.

Darüber hinaus ist vor allem die intelligente Firewall von Norton Security hervorzuheben. Sie gibt dem Benutzer eine größere Entscheidungsfreiheit darüber, welche Programme Zugriff auf das Netz erhalten sollen. Da es mitunter mühsam sein kann, diese Einstellungen per Hand selbst zu definieren, setzt Norton auf eine Cloud-Technologie, die Firewalleinstellungen für gängige und bekannte Programme bereithält. Lediglich bei Software, die noch nicht in der Cloud registriert ist, muss der User noch selbst entscheiden.

Die Standardversion bietet leider keinen Kinderschutz. Wer eine Kindersicherung benötigt, bekommt diese mit der Norton Premium-Version mitgeliefert.

Alle Norton-Nutzer erhalten Cloud-Speicherplatz in Höhe von 25 Gigabyte. Die Standardversion bietet Schutz für 1 Gerät (keine Preise für Mehrfachlizenzen). Mit der Deluxe-Version erhält man eine Lizenz für bis zu fünf Geräte. Damit sind nicht nur stationäre Desktopcomputer oder Laptops gemeint, sondern natürlich auch mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets. Für die meisten Anwender wird dieser Lizenzumfang ausreichen; wer noch mehr Geräte schützen möchte, kann mit der Premium-Version bis zu zehn Endgeräte vor Viren und anderen Bedrohungen sichern.
Vorsicht Abo-Falle: Norton wirbt aktuell mit einem Sonderpreis. Wer das Sonderangebot nutzt, schließt automatisch ein Abo ab und zahlt im darauf folgenden Jahr fast dreimal so viel!
Norton Security Testergebnisse:
Eigenschaft Testergebnis
Schutzwirkung: 8,0
Firewall: Ja
Schutz vor Phishing: Ja
Schutz vor E-Mails: Ja
Kinderschutz: Nein
Rettungs-CD: Ja
Sichere-Bezahlung: Nein
Update-Manager: Nein
Verfügbar für: Windows, Android, iOS, Mac
Preis: 29,99 Euro
Sonstiges:
  • Sehr einfache Bedienung
  • Viele Fehlalarme
  • Der erste vollständige Scan ist ungewöhnlich langsam

F-Secure SAFE

Wie viele andere Sicherheits-Tools setzt auch das Security-Paket aus dem Hause F-Secure (https://www.f-secure.com/de_DE/) auf eine cloudbasierte Echtzeiterkennung von potenziellen Bedrohungen. Dazu überprüft die Software die in der Datenbank hinterlegten Signaturen von Würmern, Malware und Trojaner, die ebenfalls in Echtzeit ergänzt werden. Trotz dieses mächtigen Features hat F-Secure immer wieder Probleme mit Fehlalarmen. Das gilt sowohl für die Anwendung auf dem PC als auch für die Installation auf Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets, die parallel abgesichert werden können.
F-Secure Hauptmenü
F-Secure Tools
F-Secure Einstellungen
Neben der einfachen Bedienbarkeit besticht die Sicherheitssoftware durch einen umfangreichen Browserschutz, der sich automatisch aktiviert, sobald eine Online-Banking-Sitzung gestartet wird. Ergänzt wird der Hackerschutz durch ein gelungenes Personalisierungskonzept, das durch das gezielte Anlegen von Nutzerprofilen inklusive der Vergabe von Administratorenrechten vor dem ungewollten Sicherheitsrisiko »Mensch« schützt.

Hinzu kommt eine Kindersicherung, die es ermöglicht die Onlinezeiten des Nachwuchses zu überwachen und im Fall einer Installation auf dem Smartphone sogar den aktuellen Aufenthaltsort zu ermitteln. Die Funktionen der Kindersicherung fallen sehr übersichtlich und umfangreich aus. Die Kindersicherung lässt sich nach Kategorien und Suchergebnissen filtern und kann automatisch Jugendschutz-Empfehlungen der Suchmaschinen implementieren, wodurch der Schutz immer aktuell bleibt.

Passwort-Manager, Quarantäne-Funktion und der intelligente DeepGuard-Schutz, der die Ausführung von Anwendungen analysiert und ggf. blockiert, runden F-Secure SAFE ab. Da moderne Betriebssysteme inzwischen standardmäßig über eine Firewall verfügen, verzichtet F-Secure auf eine eigene Firewall-Lösung.

F-Secure SAFE Testergebnisse:
Eigenschaft Testergebnis
Schutz: 7,5
Firewall: Nein
Schutz vor Phishing: Ja
Schutz vor E-Mails: Ja
Kinderschutz: Ja
Rettungs-CD: Ja
Sichere-Bezahlung: Nein
Update-Manager: Nein
Verfügbar für: Windows, Android, iOS, Linux, Mac
Preis: 49,90 Euro
Sonstiges:
  • Viele Fehlalarme

Avira Antivirus Pro

Die kostenpflichtige Antivirensoftware aus dem Hause Avira bietet ein deutlich umfangreicheres Funktionsspektrum als die kostenfreie Variante. Die Avira Antivirus Pro (https://www.avira.com) richtet sich in erster Linie an Benutzer, die mit dem Umgang und der Konfiguration von Virenscannern Erfahrung haben. Dank seines Echtzeit-Scanners schützt Avira vor Malware, Viren und Trojanern. Um jedoch alle Feinheiten und Vorzüge des Programms richtig zu nutzen, sind Feinjustierungen notwendig.

Basis der Pro-Version ist eine dynamische Nutzerdatenbank, die unter dem Namen »Avira Protection Cloud« läuft. Ergänzt wird die Cloud-Protection durch den Browser-Schutz, der sowohl das Surfen als auch den E-Mail-Verkehr deutlich sicherer macht. Das spezielle Browser-Plug-in markiert nicht nur automatisch dubiose Seiten und schiebt Tracking-Cookies einen Riegel vor, sondern überwacht auch die Anhänge eingehender Mails.
Avira Internet Security Suite
Avira Firewall Manager
Abseits des direkten Security-Aspekts besticht die Software durch eine umfassende Kindersicherung. Ziel der Funktion ist die Überwachung von sozialen Medien wie Facebook, Twitter und Co, sodass der Nachwuchs vor Inhalten, die Gewalt, Mobbing oder Drogen thematisieren, geschützt wird. Zudem verhindert das Modul, dass der Nachwuchs sensible Daten herausgeben kann.

Hinzu kommen der Avira Passwort Manager, der für SMTP, POP3 und IMAP konzipierte E-Mail-Schutz sowie der Avira Phantom VPN.

Avira Antivirus Pro Testergebnisse:
Eigenschaft Testergebnis
Schutz: 9,5
Firewall: Nein
Schutz vor Phishing: Ja
Schutz vor E-Mails: Ja
Kinderschutz: Nein
Rettungs-CD: Ja
Sichere-Bezahlung: Nein
Update-Manager: Nein
Verfügbar für: Windows, Android, iOS
Preis: 44,95 Euro
Sonstiges:
  • Guter Virenschutz
  • Systembelastung befriedigend
  • Der Browser-Schutz funktioniert nur mit Chrome und Firefox
  • Der Administrator kann nicht verhindern, dass Benutzer unbekannte USB-Laufwerke auf die Whitelist setzen.

Emsisoft Anti-Malware Home

Unter den Antiviren-Programmen gehört Emsisoft Anti-Malware (https://www.emsisoft.com/de/) zu den kleineren Playern. Kern der Software, die sehr gut in das Windows-Sicherheitscenter integriert ist, ist der Echtzeit-Scanner, der brav im Hintergrund läuft, ohne groß Ressourcen in Anspruch zu nehmen. Interessant ist in dieser Hinsicht vor allem die Möglichkeit, dem Programm für die Dauer eines aktiven System-Scans bestimmte Prozessorkerne zuzuweisen. Somit können selbst während eines solchen Durchgangs anspruchsvolle Aufgaben am Rechner erledigt werden, ohne dass es zu größeren Performance-Einbußen kommt.
Emsisoft Internet Security
Emsisoft Schutz
Emsisoft Scan
Der Echtzeit-Scanner setzt sich ferner aus drei Funktionsstufen zusammen. Erstens der Erkennung von schädlichen Websites und Malware-Downloads. Zweitens dem Abgleich aller Downloads mit aktuellen Viren-Datenbanken. Und drittens eine Verhaltensanalyse, mit deren Hilfe verdächtige Prozesse erkannt und die jeweiligen Urheber unschädlich gemacht werden können. Komplettiert wird das Softwarepaket durch eine Funktion, die störende Plug-ins und Zusatzanwendungen im Handumdrehen von der Festplatte entfernt.

Emsisoft Anti-Malware Testergebnisse:
Eigenschaft Testergebnis
Schutz: 7,5
Firewall: Nein
Schutz vor Phishing: Ja
Schutz vor E-Mails: Nein
Kinderschutz: Nein
Rettungs-CD: Ja
Sichere-Bezahlung: Nein
Update-Manager: Nein
Verfügbar für: Windows, Android
Preis: 29,99 Euro
Sonstiges:
  • Wenige Zusatzfunktionen

Panda Free Antivirus

Panda Security Logo Panda Free Antivirus verzichtet auf die Verwendung klassischer Virensignaturen und die regelmäßige Installation großer Update-Pakete. Stattdessen setzen die Entwickler auf das Schwarmwissen aus der Cloud. Identifiziert Panda Free Antivirus eine verdächtige Datei bzw. E-Mail, wird die Datei bzw. deren Signatur in Echtzeit mit den Daten aus der Cloud abgeglichen.

Über die integrierte VPN-Funktion ermöglicht der Virenscanner den Schutz privater WLAN-Verbindungen in öffentlichen Netzwerken. Darüber hinaus lassen sich auch ärgerliche Ländersperren (Geoblocking) umgehen. Die kostenfreie Version der Software sieht zu diesem Zweck ein tägliches Datenvolumen von maximal 150 Megabyte vor.

Ebenfalls interessant ist neben einem Gaming-Modus, der störungsfreies Spielen ermöglicht, auch die Überprüfung von USB-Geräten.

Panda Free Antivirus überprüft aber nicht nur angeschlossene Datenträger auf Infektionen, sondern ermöglicht auch die unkomplizierte Erstellung von Rettungs-Datenträgern. Auch in Sachen Scan-Modi ist der Panda Virenscanner gut aufgestellt. Neben dem vollständigen Systemscan bietet sich auch der gezielte Scan von kritischen Bereichen die Cookies oder den aktiven Prozessen an. Dabei zeigt der Virenscanner über den Prozessmonitor auch das Gefahrenpotenzial aktiver Prozesse an. Hinzu kommt eine Funktion für vollständig benutzerdefinierte Scanvorgänge. Dank der integrierten Anti-Exploit-Technologie ist zudem ein zuverlässiger Schutz vor gefährlichen "Zero-Day-Exploits" gegeben, die beispielsweise gerne Schwachstellen in Java ausnutzen.

Panda Free Antivirus Testergebnisse:
Eigenschaft Testergebnis
Schutz: 6,5
Firewall: Nein
Schutz vor Phishing: Nein
Schutz vor E-Mails: Nein
Kinderschutz: Nein
Rettungs-CD: Ja
Sichere-Bezahlung: Nein
Update-Manager: Nein
Preis: Kostenlos
Sonstiges:
  • Geringe Systembelastung
  • Nervige Werbung
  • Kein Schutz vor gefährlichen oder betrügerischen URLs

McAfee Internet Security

Die Software aus dem Hause McAfee (https://www.mcafee.com) ist vielen ein Begriff und nicht zu Unrecht ein Rundum-sorglos-Paket, denn mit einem Echtzeit-Virenscanner, einem Spam-Filter, einem Wifi-Schutz und nicht zuletzt zahlreichen Mobile-Anwendungen, die auch Smartphones und Tablets gegen Angriffe schützen, ist das Produkt bestens aufgestellt. Interessant ist die McAfee-Cloud aber nicht nur aufgrund der sich ständig aktualisierenden Schädlingsdatenbank, sondern auch durch die Tatsache, dass nutzerdefinierte Daten wie Fotos und Dokumente automatisch als Backup in der Cloud abgelegt werden. Das System ist darüber hinaus von Haus aus intelligent genug, um potenzielle Schwachstellen vollautomatisch zu erkennen und zu schließen.
Mcafee Internet Security
Auch das Surfen selbst wird durch die McAfee Internet Security ein Stück weit sicherer, denn ein Feature namens »Side Advisor« durchforstet besuchte Webseiten und markiert diese sowie die enthaltenen Links und Downloads gemäß sicherheitsrelevanter Bedenken. Das gleiche Prinzip gilt auch bereits für die Google-Suche. Hinzu kommt eine individuell anpassbare Kinderschutz-Funktion, mit der Webseiten mit ungeeigneten Inhalten gesperrt und Nutzungszeiten definiert werden können. On top gibt es das PC-Optimierungs-Tool »McAfee QuickClean«, das unnötige Daten wie Cookies löscht, den Datenvernichter »McAfee Shredder« und einen mit diversen Mail-Programmen kompatiblen E-Mail-Spam-Schutz.

Der Hersteller Mcafee ist eines der renommiertesten Unternehmen im Bereich Online-Sicherheit. Als MS-DOS noch das gängigste Betriebssystem für Computer war, war Mcafee bereits einer der ersten Hersteller von Antiviren-Software. Da die Verbreitung von Malware zu dieser Zeit noch in den Kinderschuhen steckte, war die Erkennung und Beseitigung zu dieser Zeit noch recht einfach. Heute sind Viren nicht mehr so einfach anhand von Zeichenfolgen erkennbar.

Die Mac-Edition bietet weniger Funktionen als die Windows-, und Android-Version. Noch weniger Funktionen bietet die iOS-Version.

McAfee Internet Security Testergebnisse:
Eigenschaft Testergebnis
Schutz: 7,5
Firewall: Ja
Schutz vor Phishing: Nein
Schutz vor E-Mails: Ja
Kinderschutz: Ja
Rettungs-CD: Nein
Sichere-Bezahlung: Ja
Update-Manager: Ja
Preis: 59,95 Euro
Sonstiges:
  • Schlechte Kindersicherung
  • Die MAC-, und iOS-Version bietet deutlich weniger Funktionen

Trend Micro Internet Security

Trend Micro Logo Trend Micro Internet Security ist mehr als ein einfacher Virenscanner, der mit einem hervorragenden Funktionsumfang punktet. Neben einem Virenscanner mit einer außerordentlich hohen Erkennungsrate bietet die Internet Security-Suite aus Japan unter anderem auch eine Kinderschutz-Komponente, einen Datenschutz-Scanner, Sicherheits-Checks für soziale Netzwerke und Schutzfunktionen gegen Ransomware.

Auf dem aktuellsten Stand bleibt die Software durch Echtzeit-Updates, bei denen Trend Micro Internet Security auf eine umfassende Cloud-Datenbank zurückgreift. Darüber hinaus bietet das Software-Paket einen Firewall-Booster, der beispielsweise die Windows Firewall mit zusätzlichen Sicherheitsfunktionen ergänzt. Darunter etwa Sicherheitsfunktionen gegen Botnets und das Intrusion-Detection-System (IDS) zur Erkennung von Netzwerkangriffen.

Die zweite große Säule von Trend Micro Internet Security ist die Kindersicherung, die für jedes Windows-Benutzerkonto separate Einstellungen ermöglicht. Neben einer detaillierten Zeitbeschränkung für die Internetnutzung ist auch die gezielte Blockade von Programmen möglich. Hinzu kommen umfassende Website-Filterregeln, mit deren Hilfe sich beispielsweise Websites, die sich mit den Themen Glücksspiel und Pornographie befassen, per Mausklick sperren lassen. Besonders komfortabel sind die bereits vorgefertigten Profile für verschiedene Altersgruppen.

Auch das wichtige Thema Datenschutz greift Trend Micro Internet Security auf. Der integrierte Datenschutz-Scanner überprüft die aktuellen Einstellungen von sozialen Netzwerken und Webbrowsern und liefert Verbesserungsvorschläge in Sachen Datenschutz. Unterstützt werden bisher neben den Standard-Browsern Google Chrome und Microsoft Internet Explorer auch die sozialen Netzwerke LinkedIn, Twitter und Facebook. Komplettiert wird Trend Micro Internet Security durch eine Schutzfunktion vor Ransomware, das sichere Löschen von Daten per "Secure Erase" sowie einen Spamfilter für Microsoft Outlook, Outlook Express und Windows Live Mail.

Trend Micro Internet Security Testergebnisse:
Eigenschaft Testergebnis
Schutz: 7,0
Firewall: Ja
Schutz vor Phishing: Ja
Schutz vor E-Mails: Ja
Kinderschutz: Nein
Rettungs-CD: Ja
Sichere-Bezahlung: Nein
Update-Manager: Nein
Verfügbar für: Windows, Android, iOS, Mac
Preis: 49,95 Euro
Sonstiges:
  • Wenige Zusatzfunktionen

AVG Anti-Virus Free

Wie fast alle anderen Softwarehäuser bietet auch AVG (https://www.avg.com/de-de/homepage#pc) eine kostenlose Basisversion zum Download an. Im Fall von AVG Anti-Virus ist diese Basisversion mit demselben potenten Echtzeit-Virenscanner sowie der Cloud-Protection ausgestattet wie die kostenpflichtige Version von AVG Anti-Virus. Die kostenlose Software schützt damit effektiv vor Spyware und Viren, muss jedoch im Vergleich mit dem AVG Internet Security Paket einige Abstriche hinnehmen.
AVG Antivirus Free
AVG Free Scan
AVG Free Einstellungen
Das betrifft neben dem fehlenden Support und der Tatsache, dass die Version nur auf einem Rechner genutzt werden darf, einige Schlüsselfeatures. Im Einzelnen fehlen die integrierte Firewall, der Daten-Safe sowie die Schutzmechanismen gegen Hacker-, Keylogger- und Phishing-Angriffe. Unter dem Strich ist die kostenfreie Version im Freeware-Segment aber überdurchschnittlich potent, bietet allerdings keinen absoluten Rundum-Schutz.

AVG Anti-Virus Free Testergebnisse:
Eigenschaft Testergebnis
Schutz: 8,5
Firewall: Nein
Schutz vor Phishing: Ja
Schutz vor E-Mails: Nein
Kinderschutz: Nein
Rettungs-CD: Ja
Sichere-Bezahlung: Nein
Update-Manager: Nein
Verfügbar für: Windows, Android, Mac
Preis: Kostenlos

Kostenloser Virenscanner vs. Kostenpflichtiger Virenscanner

Virenscanner Im Internet gibt es fast alles kostenlos. Kostenlose Routenplaner, kostenlose E-Mail-Dienste, kostenlose Apps für Smartphones und auch kostenlose Virenscanner - aber sollte man den digitalen Schutz wirklich einem kostenlosen Programm anvertrauen? Windows-Benutzer benötigen unbedingt einen guten Virenscanner. Sie sind ständigen Bedrohungen ausgesetzt: Malware, Botnets, Keylogger, Trojaner, Viren uvm. Hersteller von Antiviren-Software profitieren sicherlich von dieser Tatsache, aber es gibt auch zahlreiche kostenlose Virenschutz-Lösungen. Avast Free Antivirus, Avira Free Antivirus, AVG AntiVirus Free, Bitdefender Antivirus Free Edition und Norman Malware Cleaner sind nur einige davon.

Alle Virenscanner stammen von Herstellern, die auch kostenpflichtige Virenscanner-Pakete anbieten. Auch Microsoft bietet mit der Microsoft Security Essentials (Windows Vista, Windows 7) einen kostenlosen Virenscanner an. Unter Windows 8.1 und Windows 10 ist es der Windows Defender. Doch bieten kostenlose Virenscanner ausreichend Virenschutz oder sollte man besser ein paar Euro investieren?

Den grundsätzlichen Virenschutz kriegt man mit kostenlosen Virenscannern hin. Die Qualitätssicherung bei Kaufprodukten ist jedoch in den meisten Fällen eine deutlich höhere. Die Produkte unterscheiden sich sowohl im Funktionsumfang als auch in der Scanleistung. Die umfangreichen Analysen und Schutzfunktionen kostenpflichtiger Sicherheitspakete können im Extremfall den Unterschied machen. Die Entwicklung von leistungsfähigen Antivirenprogrammen ist sehr teuer. Die wenigsten Antivirenhersteller können es sich daher leisten, die Software kostenlos zu verschenken. Man sollte also auch bereit sein, den - in der Regel nicht allzu hohen - jährlichen Beitrag für den eigenen Schutz zu leisten.

Wichtig auch: Bei kostenfreien Antivirenprogrammen steht man bei Schwierigkeiten erstmal alleine da. Nutzer von kostenpflichtigen Virenscannern genießen einen bevorzugten Support. Darüber hinaus kommen bei Freeware-Programmen sehr oft nervende Werbehinweise hinzu, die den Computer-Benutzer aufdringlich zum Kauf der Bezahlversion verleiten sollen. Drei kostenlose Varianten sind Avast Free Antivirus, AVG Anti-Virus Free und Microsoft Windows Defender.

Kostenlose Virenscanner vs. Kostenpflichtige Virenscanner:
Ausstattung Virenscanner
Kostenlos Kostenpflichtig
Virenschutz (bekannte Schädlinge) Ja Ja
Virenschutz (unbekannte Schädlinge) Ja Ja
Kinderschutz Nein Ja
Werbung Ja Nein
Ransomware-Schutz Nein Ja
Schutz vor Betrug Nein Ja
Sicheres Online-Banking Nein Ja
Schwachstellenbewertung Nein Ja
VPN Nein Ja

Vorsicht vor Abofallen

Automatische Verlängerung Wer sein Antivirenschutz direkt beim Hersteller bestellen möchte (empfohlen), sollte sehr vorsichtig sein! Bei einigen Antiviren-Herstellern schließt man während der Bestellung automatisch ein Abo ab. Bei McAfee und Norton ist eine Bestellung ohne Abo gar nicht möglich! Bei Bitdefender und Kaspersky muss der Kunde die Option „Automatische Verlängerung“ abwählen. Bei G Data muss man bei der Bestellung freiwillig einen Haken setzen, wenn man eine automatische Verlängerung möchte. Nur Eset und F-Secure verzichten auf automatische Verlängerungs-Angebote.

Warum sollte man seinen Antivirenschutz direkt beim Hersteller kaufen? Ein Antivirus-Programm kann selbst infiziert sein. Daher ist es wichtig, dass Sie diese Software direkt vom Hersteller (einer zuverlässigen Quelle) beziehen! Die meisten Programme nutzen zwar Selbstschutz-Prüfroutinen, um festzustellen, ob sie vielleicht durch einen Virus verseucht wurden. Manche Virenautoren nutzen jedoch Techniken, die gezielt auf die Prüfroutinen abzielen.

Auch Mac-, Android-, und iOS-User sind gefährdet!

Ein verbreiteter Mythos ist, dass Mac-, Android-, und iOS-Systeme nicht von Viren angegriffen werden und immun gegen Computerschädlinge sind, aber das stimmt nicht ganz. Viren, Trojaner und andere Schädlinge, sind sicherlich eher ein Problem von Windows- als von Mac-, Android-, und iOS-Benutzern. Wir möchten aber betonen, dass sich auch diese Benutzer nicht allzu sicher fühlen sollten. Besonders für Smartphone-Benutzer steigt die Gefahr einer Infektion in den letzten Monaten enorm. Zudem gibt es auch browserbasierte Gefahren. Kein Computer und Smartphone ist 100% sicher und niemand kann es sich leisten, auf eine Sicherheitssoftware zu verzichten. Auch für den Mac-Computer und das Smartphone ist ein Virenscanner inzwischen absolute Pflicht.

Die meisten Antiviren-Hersteller bieten inzwischen Programme für alle Plattformen an:
  • Avira, Avast, Bitdefender, G-Data, Kaspersky, McAfee, Symantec (Windows, Mac, Android, iOS)
  • Emsisoft (Windows, Android)
  • Eset (Windows, Mac, Linux, Android)
  • F-Secure (Windows, Mac, Android)

Ein Virenscanner bringt keine 100-Prozentige Sicherheit

Gehen Sie davon aus, dass Ihr Virenscanner irgendwann versagen wird. Nehmen Sie nicht einfach an, dass Ihnen alles gelingen wird. Jedes Antivirenprogramm, dass von sich behauptet, mit allen aktuellen und zukünftigen Schädlingen umgehen zu können, lügt. Eine 100-Prozentige Sicherheit gibt es nicht! Selbstverständlich können Sie Ihren Rechner auch ohne Virenscanner betreiben, doch Kollateralschäden sind dann vorprogrammiert! Abgesehen von sehr wenigen Ausnahmen sollte ein Virenscanner auf jedem Rechner installiert sein. Ein gutes Antivirenprogramm kontrolliert alle eingehenden Daten auf „Befall“ und hält sich immer auf dem neuesten Stand. Die Einrichtung eines Virenscanners mit umfangreichen Prüfmöglichkeiten für Programmausführung, Email- und File-Download sowie automatisierter Aktualisierung der Virensignaturen und Scanprogramme sorgt für sehr viel Sicherheit!

Man muss sich jedoch immer bewusst sein, dass jeder Schutz auch einmal versagen kann. Und man sollte sich wegen eines Antivirenprogramms nicht dazu verleiten lassen, sorglos und unvorsichtig durch das Internet zu surfen. Virenscanner sind lediglich Programme, die auch mit Umsicht und Bedacht eingesetzt werden sollten, weil sie nur dann ihren Zweck erfüllen können.

Auch die nachfolgenden Tipps sollten Sie unbedingt beachten - selbst wenn Sie den besten Virenscanner installiert haben.
  • Legen Sie ein zusätzliches Benutzerkonto mit eingeschränkten Rechten an. Dieses verhindert, dass alle Bereiche des Computers potenziellen Angriffen ausgesetzt wird.
  • Deinstallieren Sie alle Programme aus Windows, die Sie nicht mehr benötigen. Diese einfache Methode hält den Computer schlank und verbessert die Sicherheit. Je weniger Programme installiert sind, desto weniger Angriffsflächen bieten Sie Hackern und Schadprogrammen.
  • Nutzung aktuellster Betriebssystem- und Anwendungsversionen, Einspielen eventuell verfügbarer Sicherheitspatches und regelmäßiges Sichern des Betriebssystems.
  • Deaktivierung von aktiven Inhalten im Browser, zum Schutz vor Drive-by-Downloads. Aktive Inhalte sind Programme, die in Skriptsprachen (u.a. JavaScript, VBScript, Visual Basic) geschrieben sind. Theoretisch können Skripte (oder Scripte) fast beliebige Aktionen auf dem Rechner ausführen, gedacht dem Computer-Nutzer bestimmte Aufgaben zu erleichtern oder zu automatisieren. Gerade diese Fähigkeit birgt ein gewisses Risiko. Der normale PC-Nutzer merkt meistens nicht einmal, zu welchem Zweck, aus welcher Quelle oder das überhaupt gerade ein Skript eingesetzt wird. Mit Hilfe von Skripten ist es möglich Programmcode online nachzuladen, zu installieren und zu starten. Das kann, wenn in bösartiger Absicht geschehen, auch schädlicher Programmcode aus irgendeiner zweifelhafter Quelle im Internet sein, zum Beispiel ein Wurm oder ein Trojaner.
  • Äußerste Vorsicht bei jeder unbekannten Datei! Das kann gar nicht zu stark betont und oft genug wiederholt werden. Besonders »ausführbare« Dateien, Scripte und Bildschirmschoner (Windows: *.com, *.exe, *.bat, *.vbs, *.shs, *.scr, *.reg...) von unsicheren oder unseriösen Quellen können potentiell zerstörerische oder spionierende Programme enthalten! Es gibt sogar als *.zip gekennzeichnete gepackte Dateien, die eigentlich getarnte *.exe-Dateien sind.
  • Dateien, die an eMails angehängt sind, sogenannte »Attachments« (Datei-Beilagen), von denen man nichts weiß (die man also zum Beispiel nicht ausdrücklich bestellt hat) oder nicht einmal den Absender kennt, sollten sofort gelöscht und keinesfalls geöffnet, entpackt oder gestartet werden! Selbst mehrere installierte Antiviren-Scanner und Firewalls dürfen einen von diesem Grundsatz nicht abbringen. Besonders gefährlich sind eMails, deren Text-Inhalte/Anhänge sympathisch und besonders harmlos klingen.

    Vorsicht bei E-Mail Anhängen
  • Verwenden Sie Passwörter, die nichts mit Ihren persönlichen Daten zu tun haben. Verwenden Sie eine Kombination aus Symbolen, Groß- und Kleinschreibung sowie Zahlen. Wenn möglich, verwenden Sie eine 2-Schritt-Verifizierung. Eine 2-Schritt-Verifizierung erfordert, dass Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort eingeben und Zugriff auf Ihr Telefon haben. Ohne Benutzername, Passwort und Handy hat kein Hacker Zugriff auf Ihr Konto.
  • WLAN-Netzwerke sollten mit einer Verschlüsselung versehen werden. Da WEP eine leicht knackbare Verschlüsselung ist, sollte WPA- oder noch besser WPA2-Verschlüsselung eingesetzt werden. Außerdem sollten Sie Ihren WLAN-Router/-Access Point so einrichten, dass nur Hardwaregeräte mit einer dem WLAN-Router bekannten MAC-Adresse Zugriff zum Wireless LAN erhalten.
  • Sensible Daten sollten Sie mit einer Datenverschlüsselung vor fremden Augen schützen. Dies gilt besonders für Notebooks. Bei einem Notebook-Diebstahl hindert nur noch die Datenverschlüsselung den Dieb vor dem Auslesen Ihrer sensiblen Daten.
  • Ein Back-Up ist ein unverzichtbarer Zusatzschutz. Kommt es trotz installiertem Virenscanner zu einer Malware-Infektion, so kann es nötig sein, Dateien wiederherzustellen. Virenscanner sind zwar in der Lage Malware zu entfernen, aber nicht sämtliche Änderungen des Schadprogramms wieder rückgängig zu machen.
  • Verwenden Sie wenn möglich unterschiedliche Computer für Privat- und Geschäftsangelegenheiten.
  • Weitere Virenschutz-Regeln ...

Abschließender Kommentar

Wenn Sie unseren Artikel komplett gelesen haben und nicht nur zum Schluss gesprungen sind, werden Sie sich vielleicht etwas nervös fühlen. Doch wie bei fast allem im Leben gibt es gute und schlechte Nachrichten. Die gute Nachricht: Mit einem guten Virenscanner und ein paar grundlegenden Virenschutzmaßnahmen sollten Sie sich sicher im Internet bewegen können 😉 Empfehlenswerte Virenscanner für Computer und Handy sind z.B. Bitdefender Internet Security und Kaspersky Internet Security (beide ~ 60 Euro / Jahr). Ein Restrisiko bleibt immer. Den perfekten Schutz für den Computer gibt es nicht. Man kann seinen Computer natürlich gegen eine Vielzahl von Bedrohungen schützen. Aber auch diese Schutzmaßnahmen haben immer ihre Grenzen.

Die Testkriterien, so bewerten wir

Die anfangs eher übersichtliche Anzahl von Virenscannern hat sich in den vergangenen Jahren vertausendfacht: Es gibt kaum ein Land, in dem nicht ein oder mehrere Hersteller an Scan-Engines arbeiten. In unserem Antivirus Test stellen wir Ihnen die bekanntesten Antivirenprogramme vor. Dabei beschränken wir uns nicht nur auf die Erkennungsraten. Ein genauer Scanner ist nicht wirklich hilfreich, wenn er sich nicht vernünftig bedienen lässt oder den Computer bis zur Unbenutzbarkeit ausbremst. Nach den folgenden Kriterien platzieren wir die verschiedenen Virenscanner in unserer Rangliste:

Schutz

Testdaten von AV-Comparatives
  • An erster Stelle steht natürlich die Qualität der Virenerkennung. Der Scanner muss alle Arten von Viren erkennen und entfernen können sowie gepackte und komprimierte Programme, Dateien und Dokumente scannen und säubern können. Um verlässliche Daten über die Virenerkennung liefern zu können, ziehen wir die Testdaten des österreichischen Anbieters AV-Comparatives heran. Quelle: Real World Protection Test (Juli 2018 bis November 2018 und Februar 2019 bis Mai 2019).

    Auch die „false positives“-Testergebnisse fließen in unsere Virenschutz-Bewertung ein. Antiviren-Programme sind nicht perfekt. Man kann davon ausgehen, dass jede Antivirus-Software irgendwann einen Fehlalarm verursacht. Seien Sie sich also bewusst, dass nicht jede Virenmeldung, die Sie erhalten, gültig sein muss. Ein Virenscanner darf im Idealfall keine Fehlalarme ("False Positives") produzieren. Gibt der Scanner viele Falschmeldungen aus, löscht der Anwender möglicherweise Dateien, die gar nicht infiziert sind, oder er klickt bald genervt automatisch auf "ignorieren" - und es ist nur eine Frage der Zeit, bis der erste echte Virus "durchrutscht". Der Einsatz eines zweiten Scanners, um den Virenfund zu bestätigen, empfehlen wir ausdrücklich nicht!

    Für jede Falschmeldung ziehen wir 0,05 Prozentpunkte von der Erkennungsrate ab.

    Ø Erkennungsrate - ( Ø Anzahl Falschmeldungen * 0,05 )

    Beispiel: Der kostenlose Virenscanner AVG Antivirus Free schnitt in den letzten beiden AV-Comparatives Tests mit einer Ø Erkennungsrate von 99,6% ab. Dabei produzierte der Virenscanner Ø 7,5 Falschmeldungen.

    99,6% - (7,5 * 0,05) = 99,025%

    • ≥ 99,8% = 10,0 Pkt.
    • ≥ 99,5% = 9,5 Pkt.
    • ≥ 99,2% = 9,0 Pkt.
    • ≥ 98,9% = 8,5 Pkt.
    • ≥ 98,6% = 8,0 Pkt.
    • ≥ 98,3% = 7,5 Pkt.
    • ≥ 98,0% = 7,0 Pkt.
    • ≥ 97,7% = 6,5 Pkt.
    • ≥ 97,4% = 6,0 Pkt.
    • ≥ 97,1% = 5,5 Pkt.
    • ≥ 96,8% = 5,0 Pkt.
Real World Protection
Real World Test
False Positives
False Positives
Unsere Wertung
Unsere Wertung

Software

Systemauslastung

Testdaten von AV-Comparatives
  • Ein Schutzprogramm sollte das Arbeitstempo möglichst nicht bremsen. Um verlässliche Daten liefern zu können, ziehen wir die Performance-Testdaten des renommierten Testinstituts AV-Comparatives heran (Quelle: Performance Test April 2019).

    Systembelastung AV-Comparatives

    • Advanced Plus Performance: 6,0 Pkt.
    • Advanced Performance: 4,0 Pkt.
    • Standard Performance: 2,0 Pkt.

Bedienung

Eigene Bewertung
  • Ein Virenscanner muss zuverlässig funktionieren und einfach zu bedienen sein. Der beste Virenscanner (aktuell: Bitdefender Internet Security 2020) ist nutzlos, wenn er dem Computer-Nutzer nichts als Probleme macht (Abstürze, Aufhänger, Einfrieren) oder wenn er den Benutzer mit unverständlichen Meldungen allein lässt bzw. zu viel Wissen voraussetzt. Ein solcher Scanner würde nur noch unwillig und irgendwann gar nicht mehr eingesetzt werden.

    Hinweis: Die Beurteilung der Virenscanner-Bedienung ist eine größtenteils subjektive Meinung. Und ein absolut legitimes Thema für Debatten. Gerne können Sie an unserer Virenscanner-Umfrage auf Surveymonkey.com teilnehmen.

    Maximale Punktzahl: 1,5 Pkt.

Ausstattung

  • Erst danach kommt die Beurteilung weiterer Zusatzfunktionen und Extras aller Art. Maximale Punktzahl: 2,5 Pkt.

    • Firewall: 0,5 Pkt.
    • Kindersicherung: 0,5 Pkt.
    • Update-Manager: 0,5 Pkt.
    • VPN-Zugang: 0,5 Pkt.
    • Datensicherung: 0,5 Pkt.

Wir nutzen die jeweils aktuellen Testversionen der Antivirenprogramme. Die Bewertung der Ausstattung und Bedienung gestaltet sich als enorm aufwendig. Aus diesem Grund führen wir die Bewertung nur 1-mal pro Jahr und Antivirenprogramm durch.

Unser Team
AV-Comparatives
AV-Comparatives Logo
  • Ausstattung
  • Bedienung
1-mal pro Jahr und Antivirenprogramm Unsere Seite wird in unregelmäßigen Abständen aktualisiert und kann daher zeitweise die nicht aktuellsten Testergebnisse enthalten. Stets aktuelle Testergebnisse finden Sie auf AV-Comparatives.org

Unsere Testsysteme

  • Für die Tests der Virenscanner-Software („Ausstattung und Bedienung") nutzen wir virtuelle Cloud-Computer (4GB RAM, 2 x CPU, 512 MB GPU, 50GB SSD) - Windows 10 Betriebssystem (64-bit).
    Testsystem in der Cloud

Herstellerunabhängige Informationsquellen

Das richtige Antivirenprogramm für sich auszuwählen, kann sehr schwierig sein. Es gibt viele bekannte Antivirenprogramme, die sich teils deutlich im Preis unterscheiden. Einige Antiviren-Programme können den Computer drastisch verlangsamen, während Sie andere kaum bemerken. Beziehen Sie unbedingt verschiedene Online-Tests von Virenscannern in Ihre Entscheidung mit ein. Weitere herstellerunabhängige Antivirus-Tests finden Sie auf den folgenden Internetseiten: